Willkommen auf der Homepage von Denis Lakey.


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AKTUELLES…

Zur Zeit singt Denis Lakey  Apollo in Tod in Venedig von Benjamin Britten am Theater Hof
Musikalische Leitung: Karl Prokopetz
Regie: Hermann Schneider

Die letzten 2 Vorstellungen finden am 17. und am 18. Mai 2008 um 19 Uhr in Hof statt


Im April sang Denis Lakey Segeste in Arminio von Francesco Rinaldi (1732) am Meininger Theater
Musikalische Leitung: Elisa Gogou
Regie: Klaus Rak

Eine Wiederaufnahme ist für die Spielzeit 2008/2009 am Meininger Theater geplant.

Hier die ersten Pressestimmen… 


Orpheus 5+6. 2008
Glänzender Held

Es lohnt sich, Vergessenes auszugraben.
von Renate Freyeisen

"… Der stärkste Typ aber war der Intrigant Segeste; Denis Lakey, ausgeliehen vom Theater Erfurt, bestach durch sein überzeugendes Spiel und seinen 'runden', strahlend vollen Countertenor."


Saale-Zeitung 11.04.08
Eine zu Unrecht vergessene Oper

Premiere von Francesco Rinaldis „Arminio“
in Meiningen – Intermezzo mit Happy End
von Thomas Ahnert

"… (die Sänger) ließen keine Wünsche offen,
sangen nicht nur technisch souverän die schwierigen Partien, sondern spielten geradezu mit der Dramatik und den Emotionen. Und – höchst erfreulich und keineswegs selbstverständlich – sie sangen außerordentlich textverständlich. Aber trotz der homogenen Gesamtleistung sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Denis Lakey den Segeste mit einem derart mutigen dramatischen Druck sang, wie man es bei einem Countertenor nur selten zu hören bekommt."

                                                                                                                                                            Szenenfotos ARMINIO: Denis Lakey, Daniela Dott, Iva Ionova


Main-Post 11.04.08
Und über allem eine Leichtigkeit

276 Jahre nach der Erstaufführung in Wien: Die Meininger graben eine vergessene Barockoper aus
von Siggi Seuss

"Grandioser Auftritt: Denis Lakey als Segeste … Ähnliches gilt auch für den zornigen Segeste, der Ständig Dolche aus dem Wolkenhimmel ziehen muss, um seine Wut am Kochen zu halten. Und das Ganze noch bis zum Happy End in höchsten Tönen. Alle Achtung, Denis Lakey!"


Südthüringer Zeitung 07.04.08

Amor verzaubert die Welt

Gelungene Meininger Premiere für die Barockoper „Arminio“
von Peter Lauterbach

"…Stimmlich beeindruckt natürlich sofort Countertenor Denis Lakey, der dem Chatten-Fürsten Segeste unterschwellig stets auch etwas Bedrohliches in die Seele schiebt…" Vollständiger Text

Thüringer Allgemeine 07.04.08
Meininger Barock

von Wolfgang Wicht

"Ein vorzügliches Solistenensemble bringt die Gefühlsdramatik stimmlich und gestisch überzeugend zum Tragen … der famose Countertenor Denis Lakey (Segeste). Dessen Händel-würdige Koloratur-Bravourarie elektrisierte förmlich das Publikum.
Kurzum, mit dem "Arminio" hat Meiningen ein kleines musikalisches Juwel entdeckt und es dem Publikum zum hoch unterhaltsamen Geschenk gemacht." Vollständiger Text
    Maria Rosendorfsky & Denis Lakey


Fuldaer Zeitung 08.04.08
Die Liebe im Koloraturgewitter
von Christoph A. Brandner

"Dabei verdienten sich Bestnoten: die drei vorzüglichen Sopranistinnen und Koloraturkönnerinnen Iva Ionova (Arminio), Daniela Dott (Tusnelda) und Maria Rosendorfsky (Ramise), der brillante Countertenor Denis Lakey aus Erfurt (Segeste) und der Bass Jörn E. Werner (Varo).
Das knapp zweistündige Theaterereignis wurde vom Publikum mit gebührendem Applaus gefeiert. Froh stimmte auch die finale frohe Botschaft. „So verwandelt der Gott der Liebe die Bitternisse in Fröhlichkeit.“
Wer dies miterleben will, der muss sich bis zur neuen                    
Meininger Spielzeit gedulden." Vollständiger Text

                                                                                                                                             
                 




                                                                                                                                                           

                                                                                                                                    Denis Lakey, Daniela Dott, Iva Ionova mit Sascha Mey und Max Bach hinten





Pressestimme zu 'Tod in Venedig':


Traum- und Albtraumspiel

Theater Hof | Brittens „Tod in Venedig“ als großer, anspruchsvoller Opernabend

Frankenpost
Erschienen am 17.03.2008 geschrieben v
on Michael Thumser

Hof – Ein Gefängnis aus Büchern: Wie soll da im Genie des Poeten Freizügigkeit wohnen? Dem ruhmreich vereinsamten Dichter Aschenbach „rast das Hirn“: Ihm „fehlt das Wort“, und was er eben schrieb, streicht er gewaltsam aus. Eingemauert sieht er sich von den Bänden und Wänden seiner Bibliothek. Allein ein Bild überm Kamin verheißt Weite: die Piazzetta von Venedig als blaues Wunder. Und wirklich, wie in einer Halluzination ereignet sich eine „seltsame Überfahrt“ in jene „zeitlos andere Welt“. Am Lido greift den alternden Denker eine späte, verbotene Liebe an: In Tadzio, dem ätherischen Jüngling, erkennt er jene vollendete Schönheit verkörpert, die er bisher nicht zu fassen bekam. In eine ruhelose Sehnsucht, „lächerlich, doch heilig auch“, lässt sich Aschenbach fallen – Triumph des „Chaos“ über die Zucht. Und doch verhilft ihm sein „Tod in Venedig“ zur letzten Erfüllung, die ihm noch fehlt.
Dem Poeten Thomas Mann glückte 1912 mit seiner Novelle ein Meisterstück spitzfindiger Fin-de-Siècle-Psychologie. Kein leichter Text; mehr noch wiegt Benjamin Brittens 60 Jahre später entstandene Oper als schwerer Brocken. Gleichwohl applaudierte nach der Premiere am Freitag das Publikum im Theater Hof hochachtungsvoll einer Aufführung, die als großer Abend gelten darf – und als anspruchsvoller. Vom Besucher verlangt er entgegenkommendes Hörvermögen und Interesse für eine Künstlerpersönlichkeit, die, zeitlich fern, menschlich nur zögernd näher kommt.
Mehr als die Sprache verweigert sich die Tonsprache jeder Vordergründigkeit. Den Symphonikern verlangt Karl Prokopetz Kammerklang ab; Herbes steht neben dem Lyrischen, den Cello-, Oboen-, Klarinetten-Kantilenen widersprechen spröde Disharmonie und zupackende oder zauberische Perkussions-Akzente. So tönt Venedig schleierhaft als Utopia des Fernwehs, des Verderbens und der Dekadenz: Musik wird Magie und Menetekel.


Theater der Auflösung

Stimmig dazu führt Regisseur Hermann Schneider ein Theater der Auflösung, der unhaltbaren Zustände vor – das fesselnd-beklemmende Psychogramm einer Seele, die sich abhanden kommt. Mit einem gewaltigen Monolog beeindruckt Heiko Börner in der Riesenrolle des Aschenbach, die Stimme und Gemüt in gleichem Maß fordert. In seinem sachlichen Tenor bildet sich übermenschliche Selbstbeherrschung ebenso ab wie zwischenmenschliches Ungenügen. Hörbar wird, wie einer einbüßt, was im Fin de Siècle Contenance hieß: das, was seine Welt im Innersten zusammenhält.


Ausstreichen, was war

Aschenbach streicht aus, was er bisher war. In seinem „rasenden Hirn“ ereignen sich Liebe und Tod als visionäre Choreografie (von Barbara Buser) mit Tänzern des Balletts: Sprachlos umgarnt ihn Tadzio (Mariusz Czochrowski), erst in naiver Artigkeit, dann zunehmend aufmerksam und verlockend, vital begleitet von einer Gruppe aus Freund und Schwestern (Robert Kulanin, Katrin Schmidt, Sandra Ehrensperger). Die Illusion einer Jugend in Unschuld: ein Traumspiel.
Und ein Albtraumspiel. Denn im fauligen Dunst aus den Kanälen breitet versteckt die Cholera sich aus – Aschenbachs Lust-Seuche und moralische Krise. Warnend könnte er dem angebeteten „kleinen Gott“ zur Flucht verhelfen; doch er schweigt, bereit, ihn wie sich selbst seiner ersten und letzten wirklichen Liebe zu opfern. Der venezianischen „Pest“ richtet Bernd Franke auf der fantastischen Bühne ein Fest der Bilder aus: Die Bücherklause, Haftraum des Dichters, öffnet sich transparent, die Wände weichen, scheinen der „Freiheit“ und „Inspiration“, dem „südlichen Licht“ Luft zu verschaffen. In Wahrheit aber siecht die Stadt dahin. In ihr ringen, nicht leicht durchschaubar, dialektische Kräfte um Aschenbach – jene des „dionysischen“ Kontrollverlusts: Thomas Rettensteiner (der, weil fieberkrank, von der Seitenbühne her die gebärdenreich-stattliche Baritonstimme Andreas Jörens erhält); und das „apollinische“ Prinzip der Disziplin: Denis Lakey mit mahnendem Countertenor.

Auch der Text, so wichtig wie die Musik, unterliegt: dem Ton. Trotz spürbaren Bestrebens vermag sich nicht jeder Sänger – auch nicht der stark beschäftigte Chor – gleichmäßig verständlich zu machen; da wären Über- oder Untertitel hilfreich. Doch noch dies Manko passt zur Unwirklichkeit des rätselreichen Spiels, darin alles vorsätzlich undeutlich, weil doppeldeutig bleibt, absichtsvoll angekränkelt von Dekadenz.
Zu der gehören nicht allein Fäulnis und Verfall, auch die Überfeinerung. So liegt in Aschenbachs Schicksal, noch wenn er stürzt, beides beschlossen: Herz und Verstand, die Poesie und die Liebe, beide unsterblich und frei.



Im Januar 2008 übernahm Denis Lakey die Partie des Prinzen Orlofsky (Die Fledermaus) auf dem Bühnenball am Meininger Theater:


Meininger Bühnenball

Lachen, Tanzen und Schauen


Freies Wort – Montag, den 21. Januar 2008 geschrieben von
Carola Scherzer

Meiningen. Der traditionelle Bühnenball wurde am Wochenende im Meininger Theater unter dem Motto „Zweitausendlacht“ gefeiert. Was nicht ganz zutreffend war, denn bezogen auf die Zahl der Gäste waren es sogar zweitausendachthundert, die am Freitag und Samstag bis nach Mitternacht lachten.

Zum Vergnügen und Amüsieren waren die Gäste aus nah und fern gekommen. Ganz wie die zum Ball des Prinzen Orlowsky. Ausschnitte aus Strauß-Operette gaben den Auftakt mit vielen Überraschungen. Regisseur Aron Stiehl – er inszenierte hier bereits erfolgreich den „Troubadour“ – brachte mit der reichlich vorhandenen Personage aus Österreich (vom GMD über den Bariton, Bass, der Sopranistin bis zum Operndirektor) nicht nur Originales, sondern Originell-schräges auf die Bühne. So zog Prinz Orlofsky vor erhobenem Saalpublikum zur russischen Nationalhymne ein, um sich darauf als junger Dandy mit englischem Akzent, höchsten Soprantönen und tuntenhaftem Gebahren zu zeigen. Der Countertenor Denis Lakey sang diese Partie, die ansonsten mit einer Mezzosopranistin besetzt wird, mit spaßvoller Leichtigkeit. Und gab darauf als Carmen noch eins drauf. Für seine eingeübte Barockopern-Stimme bedeutete das Schwerstarbeit. Derzeit probt der Sänger am Meininger Theater für die Kammeroper „Arminio“. Zu Denis Lakeys Transvestiten-Carmen gabs als exotisches Gegenstück noch eine schwarzamerikanische Carmen. Die wurde von Gail Gilmore geboten. Sie ist derzeit als Klytemnestra in der Meininger „Elektra“-Aufführung zu erleben.
Die Rache der Fledermaus richtete sich indessen gegen den Meininger Operndirektor, Dr. Klaus Rak. Der wurde unter Protest „Ich gehe nach Eisenach!“ (da wäre er schon bald arbeitslos) des Saals verwiesen. In Champagnerlaune löste sich am Ende das gelungene Spektakel auf, um die Bühne freizugeben fürs feierlustige Publikum. Zu den 700 gesellten sich weitere 700 Flaniergäste, die treppauf-treppab spazierten, um sich selbst zu präsentieren, um zu klatschen, zu tratschen, zu tanzen oder auch zu schauen, was bei den Kleinkunstprogrammen geboten wurde.
Etliche Überraschungen waren auch hier zu erleben. Als liebreizende Arizona-Lady umwarb die Sängerin Maria Rosendorfsky den Schauspieler Benjamin Krüger, der einen naiv-schüchternen Cowboy gab. Verrucht lockten die Chordamen mit dem „ewig Weiblichen“. In Polt‘scher „Man spricht deutsch“-Manier persiflierten Schauspieler deutsche Touristen in Italien. Der Sänger Erwin Belakowitsch war nicht nur Publikumsliebling vieler weiblicher Gäste, er präsentierte auch seine singenden „Girlfriends“ auf der Bühne und küsste sie leidenschaftlich. Die Tenöre Joel Montero und Xu Chang brachten um Mitternacht mit „Nessun dorma – Keiner schlafe …“ ihre jubelnden Zuhörer tatsächlich um den Schlaf. Und für die Überraschung – jedenfalls für die Berichterstatterin – sorgte Gail Gilmore mit Gershwin-Songs und Gospels. Die Stimme der aus New Orleans stammenden Künstlerin ging unter die Haut. So authentisch und grandios hat bislang kaum einer in Meiningen Gospels gesungen. Die einmalige Chance, sie für ein Konzert in der Stadtkirche zu gewinnen, sollte man nutzen …
Mit mehr als „Tausend Takte Tanzmusik“ brachten die Musiker von „Die speziellen Gäste“, „Witt-Crew“, „epilog“, die „Glücksritter“ und „Dimenschen“ zu Swing, Rock, Jazz und Boogie Woogie das Tanzbein in Schwung. Unter den zweitausendachthundert Gästen dürfte bei „Zweitausendlacht“ eigentlich kaum einer gewesen sein, der nicht auf seine Kosten kam.